Praxistipp

Brutsubtrate

von Andreas Budischek & Stephan Böhm

Einleitung

Bis in die 1970er-Jahre galt es als echte Sensation, wenn die Nachzucht von Schildkröten gelang. Eine immer wiederkehrende Frage ist die nach dem perfekten Material, in das die Eier während der Inkubationsphase eingebettet werden sollen. Noch immer gibt es dazu mehrere Meinungen und verschiedene Wege führen zum Ziel. Die Zeitigung von Schildkröteneiern ist noch immer eine der sensibelsten Phasen der Nachzucht und verlangt vom Halter einiges an Fingerspitzengefühl und artspezifisches Wissen. Einige Dinge sind aber bei allen Schildkröten gleich:

  • Eier, die schon Anzeichen von Entwicklung (oft eine weiße Binde) zeigen, dürfen nicht gedreht werden.
  • Direkter Kontakt mit Wasser ist während der Inkubation zu vermeiden.
  • Eine Temperaturabsenkung während der Nacht führt in den meisten Fällen zu gesünderen Jungtieren
  • Schlupfhilfe ist in 99% aller Fälle nicht notwendig. Die Tiere kommen von alleine aus dem Ei!
  • Wenn Schlüpflinge mit einem großen Dottersack auf die Welt kommen, sind sie als Frühgeburten anzusehen. Eine Verbesserung der Inkubationsmethoden ist anzustreben.

Bewährte Brutsubstrate

Kokosfasern (Cocopeat)

Schlupf auf Cocopeat

Verschiedene Wasserschildkröteneier

Sphagnum-Moos

Moos aus dem Wald

Perlite

Rindenmulch

Seramis

Vermiculite